Menschen, die einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke (TIA) erlitten haben, tragen ein Risiko für einen wiederkehrenden zweiten Schlaganfall, der in der Regel schwerer und behindernder ist als das erste Ereignis. Die Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls erfordert eine rasche Diagnose und Behandlung sowie die schnelle Identifizierung der zugrunde liegenden Ursache. Trotz der angewandten Behandlungen machen wiederkehrende Schlaganfälle jedoch weiterhin 25-30 % aller Schlaganfälle aus. Dies bedeutet ein Scheitern der Strategien zur Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls. Die sofortige und dauerhafte Umsetzung wirksamer und geeigneter Strategien zur Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls bei Patienten, die zum ersten Mal einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke erlitten haben, hat das Potenzial, das Schlaganfallrisiko um ein Viertel zu senken.
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Wiederholt sich ein Schlaganfall?
Das Risiko, nach einem Schlaganfall oder einer transitorischen ischämischen Attacke (TIA) ein zweites Mal einen Schlaganfall zu erleiden, steigt in den ersten 6 Stunden um etwa 1 %, nach 12 Stunden um 2 %, am 2. Tag um 3 %, am 7. Tag um 5 % und in der 10. Stunde um 10 %. Daher sind ein Schlaganfall oder eine TIA ein medizinischer Notfall, der eine sofortige Diagnose und Behandlung erfordert.
Bei Überlebenden nach einem akuten Schlaganfall wurde das Risiko eines wiederkehrenden Schlaganfalls mit etwa 11,1 % in einem Jahr angegeben, während dieser Anteil nach 5 Jahren 26,4 % und nach 10 Jahren 39,2 % beträgt. Bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 50 Jahren, die einen Schlaganfall erlitten haben, wurde das Risiko eines wiederkehrenden ischämischen Schlaganfalls über 20 Jahre mit etwa 19 % angegeben. Zu den Faktoren, die langfristig das Risiko eines wiederkehrenden zweiten Schlaganfalls vorhersagen, gehören:
- häufige vaskuläre Risikofaktoren (hohes Alter, Bluthochdruck, Diabetes oder Rauchen),
- eine frühere symptomatische Gefäßerkrankung (Schlaganfall, Myokardinfarkt oder periphere arterielle Verschlusskrankheit),
- eine instabile Gefäßerkrankung,
- embolische Quellen und Ursachen (Vorhofflimmern oder ein ischämischer Schlaganfall, der durch eine Embolie aus dem Herzen oder aus den großen Arterien verursacht wird).
Strategien zur Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls
Patienten mit Verdacht auf eine transitorische ischämische Attacke (TIA) sollten rasch untersucht werden. Wirksame Strategien zur Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls umfassen die Beurteilung und Behandlung in einer spezialisierten Akuteinheit sowie die Notfallbehandlung.
Antikoagulationstherapie
Eine der wirksamen Strategien zur Vorbeugung eines zweiten Schlaganfalls ist die regelmäßige Einnahme der von den Ärzten verordneten Antikoagulationstherapie bei allen Patienten, die einen ischämischen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke arteriellen Ursprungs erlitten haben.
Blutdruckkontrolle
Bei allen Schlaganfallpatienten wird eine schrittweise Senkung des Blutdrucks empfohlen. Der ideale Zeitpunkt, um mit der Senkung des Blutdrucks nach einem Schlaganfall zu beginnen, ist unklar, sie sollte jedoch vor der Entlassung aus dem Krankenhaus begonnen werden. Um das Risiko eines zweiten Schlaganfalls zu minimieren, sollten Medikamente, die den Blutdruck regulieren, regelmäßig eingenommen, der Blutdruck regelmäßig gemessen und die Blutdruckkontrolle durch einige Änderungen des Lebensstils unterstützt werden.
Cholesterinkontrolle
Um die Entwicklung eines zweiten Schlaganfalls zu verhindern und dessen Risiko zu senken, sollte die Konzentration des Low-Density-Lipoproteins, also des LDL-Cholesterins, bei Patienten, die einen durch Arteriosklerose verursachten ischämischen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke erlitten haben, durch eine Änderung von Ernährung und Lebensstil sowie durch eine medikamentöse Behandlung gesenkt werden.
Rauchen und Alkoholkonsum
Patienten, die einen Schlaganfall oder eine transitorische ischämische Attacke erlitten haben, sollten so bald wie möglich mit dem Rauchen aufhören und den Alkoholkonsum einstellen, um die Entwicklung eines zweiten Schlaganfalls zu verhindern. Betroffene Patienten können in Absprache mit ihren Ärzten eine Kombination aus medikamentöser und verhaltenstherapeutischer Behandlung in Betracht ziehen.
Körperliche Aktivität
Die routinemäßigen Aktivitäten des täglichen Lebens sollten durch 30-60 Minuten moderate körperliche Bewegung an 4-7 Tagen pro Woche (z. B. zügiges Gehen) sowie durch weitere dynamische Übungen ergänzt werden. Hochrisikopatienten (z. B. Personen mit Herzerkrankungen usw.) sollten unbedingt an medizinisch überwachten Trainingsprogrammen unter Aufsicht eines Physiotherapeuten teilnehmen.
Gesunde, ausgewogene Ernährung
Eine weitere Empfehlung, die dabei hilft, einen zweiten Schlaganfall zu verhindern, ist eine Ernährung, die arm an gesättigten Fetten, Cholesterin und Natrium ist und frisches Obst, Gemüse, fettarme Milchprodukte, lösliche Ballaststoffe, Vollkornprodukte sowie Proteine aus pflanzlichen Quellen enthält. Außerdem zählen die Erhöhung der täglich getrunkenen Wassermenge sowie die Einschränkung des Kaffee- und Teekonsums zu den weiteren Maßnahmen.