Dass Rauchen das Schlaganfallrisiko erheblich erhöht, wird in zahlreichen Studien deutlich hervorgehoben. Das im Tabakrauch enthaltene Nikotin, Kohlenmonoxid, Teer und andere schädliche Chemikalien führen zu verschiedenen negativen Auswirkungen auf die Gefäßgesundheit und erhöhen so das Schlaganfallrisiko.
Die Wirkung des Rauchens auf die Gefäße entsteht sowohl dadurch, dass toxische Substanzen die Gefäßstruktur direkt verändern oder schädigen, als auch dadurch, dass es den Prozess auslöst, der zur Verengung der Gefäße und zur Ablagerung von Plaque an ihrer Innenwand führt.
Zusammen mit diesen schädlichen Auswirkungen steigt bei Rauchern auch die Gerinnungsneigung des Blutes. Es wurde beobachtet, dass Rauchen die Klebrigkeit der Blutplättchen im Blut erhöht und so die Bildung von Gerinnseln erleichtert. Das führt vor allem zur Bildung von Gerinnseln, die die Gefäße verstopfen und einen ischämischen Schlaganfall verursachen. In Verbindung mit den Verstopfungen und Verengungen in den Gefäßen erhöht dieser Zustand das Schlaganfallrisiko noch weiter.
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Schadet Rauchen dem Gehirn? Welche Auswirkungen hat es auf das Gehirn?
Rauchen kann dem Gehirn sowohl direkt als auch indirekt schaden und zu bleibenden Schäden führen. Die Schäden, die Rauchen dem Gehirn zufügt:
- Sauerstoffmangel: Das im Tabakrauch enthaltene Kohlenmonoxid verringert die Sauerstofftransportkapazität des Blutes. Kohlenmonoxid bindet sich an die roten Blutkörperchen und behindert den Transport von Sauerstoff, und dieser Zustand erschwert es, dass alle Organe einschließlich des Gehirns ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Da das Gehirn empfindlich auf Sauerstoffmangel reagiert, kann dieser Zustand zu Störungen der geistigen Funktionen, zu Müdigkeit und zu Konzentrationsverlust führen.
- Gefäßverkalkung und Verschluss: Rauchen führt zu einer Verhärtung der Gefäße. Die Gefäßverkalkung, also die Arteriosklerose, führt zu Plaqueablagerungen an der Innenwand der Gefäße und schränkt so die Durchblutung des Gehirns ein. Die Plaqueablagerung führt zur Verengung und schließlich zum Verschluss der Gefäße und kann so einen ischämischen Schlaganfall verursachen. Untersuchungen zufolge ist das Risiko, eine Arteriosklerose zu entwickeln, bei Rauchern deutlich höher als bei Nichtrauchern.
- Gerinnungsneigung im Blut: Rauchen erhöht die Gerinnungsneigung des Blutes. Die Chemikalien im Rauch machen die Blutplättchen klebriger und erleichtern so die Blutgerinnung. Durch Gerinnsel verursachte Verschlüsse können die Durchblutung des Hirngewebes vollständig stoppen und erhöhen das Schlaganfallrisiko erheblich. Dieser Zustand erhöht vor allem das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls.
- Bluthochdruck: Nikotin steigert die Herzfrequenz und erhöht so den Blutdruck. Ein hoher Blutdruck (Hypertonie) erhöht den Druck auf die Hirngefäße und steigert so das Schlaganfallrisiko. Untersuchungen zufolge neigen Menschen, die lange Zeit rauchen, dazu, einen chronisch erhöhten Blutdruck zu haben.
- Oxidativer Stress in den Gehirnzellen: Rauchen führt zu einer Zunahme freier Radikale im Gehirn und verursacht so oxidativen Stress. Diese freien Radikale schädigen die Gehirnzellen und führen zu einer vorzeitigen Alterung der Nervenzellen. Der oxidative Stress stört zugleich das Gleichgewicht wichtiger chemischer Stoffe wie Dopamin im Gehirn. Zusammen mit diesem Zustand erhöht er das Risiko neurodegenerativer Erkrankungen.
- Störung geistiger Funktionen und Gedächtnisprobleme: Rauchen wirkt sich langfristig negativ auf die Gehirnfunktionen aus. Untersuchungen zeigen, dass Rauchen schädliche Auswirkungen auf kognitive Funktionen des Gehirns wie Lernen, Gedächtnis und Konzentration hat. Mit der Zeit erhöhen diese Auswirkungen des Rauchens das Risiko für Alzheimer und Demenz. Außerdem beeinflusst die Nikotinabhängigkeit, indem sie dem Gehirn ununterbrochen Reize sendet, auch Funktionen der Person wie Motivation, Entscheidungsfindung und emotionale Ausgeglichenheit.
- Absterben von Gehirnzellen und Verringerung des Erneuerungsprozesses: Rauchen verringert die Erneuerungsfähigkeit der Zellen im Gehirn und führt langfristig zu ihrem Absterben. Das Gehirn hat Schwierigkeiten, die durch das Rauchen geschädigten Zellen zu reparieren, was zu einer Schrumpfung der Gehirnstruktur, also zu einer Atrophie, führen kann. Die Schädigung der Zellen in den vorderen und seitlichen Hirnlappen führt vor allem zu einer Verschlechterung von Funktionen wie Planung, logischem Denken und sozialen Fähigkeiten.
Mit dem Rauchen aufhören: ein guter Weg, einen Schlaganfall zu verhindern
Untersuchungen zeigen, dass das Aufhören mit dem Rauchen das Schlaganfallrisiko erheblich senkt. Einige Jahre nach dem Rauchstopp verbessert sich die Gefäßgesundheit, die Erneuerungsfähigkeit der Zellen nimmt zu und das Risiko der Blutgerinnung sinkt. Zugleich sind Verbesserungen und Fortschritte bei Gesundheitsproblemen der Gefäße wie Bluthochdruck und Gefäßverkalkung zu beobachten. Im Laufe der Genesung wird zusammen mit Faktoren wie der Stabilisierung des Blutdrucks, einem Blutfluss auf normalem Niveau und einem Anstieg des Energieniveaus die Lebensqualität zurückgewonnen.
Zusammenfassend ist das Aufhören mit dem Rauchen einer der wichtigsten und wirksamsten Wege, um dem Schlaganfallrisiko und der nach einem Schlaganfall auftretenden Lähmung vorzubeugen. Die Entscheidung, mit dem Rauchen aufzuhören, ist sowohl für die individuelle als auch für die gesellschaftliche Gesundheit von großer Bedeutung. Psychologische Unterstützung und Beratung wirken sich positiv auf den Prozess des Rauchstopps aus und erhöhen den Erfolg. Das Aufhören mit dem Rauchen beseitigt sowohl akute Gesundheitsprobleme und Symptome, als auch unterstützt es ein hochwertiges und langes Leben.
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