Eine Querschnittlähmung entsteht, wenn das Rückenmark aus irgendeinem Grund geschädigt wird. Das Rückenmark ist das Hauptnervenbündel, das die Kommunikation zwischen dem Gehirn und dem übrigen Körper gewährleistet. Es leitet die im Gehirn erzeugten Bewegungssignale an die anderen Körperteile (zum Beispiel an Arm und Bein) weiter. Außerdem nimmt es Empfindungen wie den Tastsinn aus den anderen Körperteilen auf und leitet sie an das Gehirn weiter.
Das Rückenmark wird von den Wirbelknochen umgeben und geschützt. Traumata, die die Wirbelsäule betreffen, Erkrankungen des Rückenmarks sowie Schäden an Knochen, Weichgewebe und Gefäßen rund um das Rückenmark können zu einer Rückenmarkverletzung und einer Querschnittlähmung führen.
In der Wirbelsäule entstehende Brüche betreffen nicht immer das Rückenmark. Bei den meisten Verletzungen wird das Rückenmark nicht vollständig durchtrennt, sondern nur teilweise geschädigt. Eine Rückenmarkverletzung führt meist unterhalb der Schädigungshöhe zu einem Verlust von Bewegung und Empfindung.
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Wodurch entsteht eine Querschnittlähmung?
- Stürze,
- Verkehrsunfälle im Fahrzeug,
- Motorradunfälle,
- Sportverletzungen,
- Schussverletzungen,
- Rückenmarkentzündung (transverse Myelitis),
- Krankheiten wie Kinderlähmung oder Spina bifida können eine Querschnittlähmung verursachen.
Was sind die Symptome einer Querschnittlähmung?
Bei einer Querschnittlähmung können verschiedene Symptome auftreten. Die auftretenden Symptome unterscheiden sich je nach Verletzungsbereich und Schweregrad der Schädigung. Es gibt zwei Arten von Rückenmarkverletzungen: die komplette Verletzung und die inkomplette Verletzung.
- Bei einer kompletten Verletzung verliert die Person alle sensorischen und motorischen Funktionen unterhalb der Schädigungshöhe.
- Bei einer inkompletten Verletzung hingegen bleiben unterhalb der Schädigungshöhe einige Funktionen erhalten.
Je nach Höhe der Schädigung im Rückenmark können bei der Person Lähmungsbilder entstehen, die als Tetraplegie oder Paraplegie bezeichnet werden. Die Tetraplegie ist das Bild, bei dem beide Arme und Beine gelähmt sind. Die Paraplegie hingegen ist das Bild, bei dem die Arme gesund und die Beine gelähmt sind.
Weitere Symptome, die bei einer Querschnittlähmung auftreten können, sind:
- Bewegungsverlust,
- Empfindungsverlust,
- Verlust der Darm- und Blasenfunktionen,
- übermäßige Muskelkontraktionen (Spastik),
- sexuelle Funktionsstörungen,
- neuropathische Schmerzen,
- Beeinträchtigung der Atemfunktionen
Zur Diagnose einer Rückenmarkverletzung können eine neurologische Untersuchung, eine Computertomografie (CT), eine Magnetresonanztomografie (MRT) oder ein Röntgen der Wirbelsäule eingesetzt werden.
Ist eine Querschnittlähmung behandelbar?
Bei einer Rückenmarkverletzung ist eine sofortige Behandlung erforderlich, um lebensbedrohliche Zustände zu behandeln und langfristige Funktionsverluste zu verhindern. In der Frühphase können verschiedene medikamentöse Behandlungen und eine Operation empfohlen werden. Unmittelbar nach den medizinischen Maßnahmen der Frühphase wird mit einer umfassenden Physiotherapie begonnen, um die bei der Person aufgetretenen Funktionsverluste zu behandeln.
Die umfassende Physiotherapie kann je nach Zustand der Person stationär oder ambulant durchgeführt werden. An der Istanbul Rehabilitationsakademie werden für Patienten mit einer Querschnittlähmung Leistungen wie Neurorehabilitation, robotische Physiotherapie und stationäre Physiotherapie angeboten.