Was ist ein lakunärer Schlaganfall? Welche Symptome hat er? Bei wem tritt er auf?

23/07/2026by Engin Çakar

Der lakunäre Schlaganfall, ein Untertyp des ischämischen Schlaganfalls, entsteht, wenn eine der kleinen Arterien in der Tiefe des Gehirns verstopft. Diese als penetrierende Arterien bezeichneten Gefäße versorgen kleine, spezifische Bereiche des Gehirns mit Blut. Wenn ein lakunärer Schlaganfall auftritt, kann der betroffene Bereich des Gehirns geschädigt werden, und dies kann zu verschiedenen neurologischen Symptomen führen.

Symptome des lakunären Schlaganfalls

Die Symptome eines lakunären Schlaganfalls können je nach Lage und Größe der betroffenen Arterie unterschiedlich sein. Zu den häufigen Symptomen gehören Schwäche oder Gefühlsverlust im Gesicht, im Arm oder im Bein, meist auf einer Körperseite.

Manche Menschen können Schwierigkeiten beim Sprechen, bei der Koordination oder beim Gleichgewicht haben. In einigen Fällen kann ein lakunärer Schlaganfall ohne bemerkbare Symptome auftreten, ein Zustand, der als stiller Schlaganfall bekannt ist. Doch selbst ein stiller, fortschreitender Schlaganfall kann, wenn er nicht behandelt wird, zu langfristigen neurologischen Problemen führen.

Was sind die Ursachen eines lakunären Schlaganfalls?

Der lakunäre Schlaganfall wird typischerweise durch die Ansammlung von Fettablagerungen (Arteriosklerose) in den kleinen Arterien des Gehirns verursacht. Diese Ablagerungen können die Arterien verengen oder verstopfen und den Blutfluss zu den betroffenen Bereichen verringern.

Zu den weiteren Risikofaktoren für einen lakunären Schlaganfall gehören Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen, hoher Cholesterinspiegel und Adipositas. Darüber hinaus können bestimmte genetische und lebensstilbedingte Faktoren das Risiko für die Entstehung eines lakunären Schlaganfalls erhöhen.

Die Behandlung eines lakunären Schlaganfalls konzentriert sich darauf, den Blutfluss zum betroffenen Bereich des Gehirns wiederherzustellen und weitere Schlaganfälle zu verhindern. In einigen Fällen können Medikamente wie Thrombozytenaggregationshemmer (z. B. Aspirin) oder Antikoagulanzien verschrieben werden, um die Blutgerinnung zu verhindern.

Auch die Kontrolle zugrunde liegender Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes und hoher Cholesterinspiegel ist sehr wichtig, um das Risiko wiederkehrender Schlaganfälle zu verringern. Um den Betroffenen zu helfen, nach einem lakunären Schlaganfall verlorene Funktionen wiederzuerlangen und ihre Lebensqualität zu verbessern, können eine umfassende, speziell auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmte Physiotherapie, Sprachtherapie und Ergotherapie empfohlen werden.

Der lakunäre Schlaganfall ist eine Art ischämischer Schlaganfall, der durch den Verschluss der kleinen Arterien in der Tiefe des Gehirns verursacht wird. Die Symptome zu erkennen und sofort medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist sehr wichtig, um den Schaden möglichst gering zu halten und langfristige Komplikationen zu verhindern. Indem sie die Risikofaktoren angehen und einen umfassenden Behandlungsplan befolgen, können Betroffene ihr Risiko für wiederkehrende Schlaganfälle verringern und ihre allgemeine Gesundheit und ihr Wohlbefinden verbessern.

by Engin Çakar

Abteilungsleiter des Memorial Physiotherapie- und Rehabilitationszentrums Prof. Dr. Engin Çakar ist auf Schlaganfall und Hirnschäden, Neurorehabilitation und Algologie spezialisiert.

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